Die Deutsche Spielverordnung in Bezug auf Automatenspiele

Deutschland ist dafür bekannt, dass hierzulande in Bezug auf Glücksspiele eine äußerst strenge Gesetzeslage gilt, um die Gefahr von Spielsucht so weit wie möglich einzudämmen. Daneben sollen auf diesem Weg auch Jugendliche vor den Gefahren durch Glücksspiel geschützt werden, zu denen unter anderem auch die Verschuldung zählt.

Die aktuelle Fassung der Deutschen Spielverordnung trat bereits am 13.12.2014 in Kraft und regelt unter anderem den gewerblichen Umgang mit Spielautomaten hierzulande.

So dürfen Spielautomaten in Deutschland ausschließlich in Gaststätten und Spielhallen aufgestellt werden, wobei Gaststätten das Aufstellen von mehr als drei solcher Automaten untersagt ist. Dies gilt allerdings nur noch bis zum 10.11.2019, von da an sind in Gaststätten sogar nur noch maximal zwei Automaten erlaubt. Spielhallen dürfen dagegen bis zu zwölf solcher Automaten in ihren Räumlichkeiten beherbergen.

Jedoch ist den Betreibern von Spielhallen der Ausschank von Alkohol untersagt und für Jugendliche unter 18 Jahren besteht an diesen Orten ein Zutrittsverbot, das der jeweilige Betreiber einzuhalten hat.

Und auch Gewinne und Verluste werden in der Spielverordnung genauestens geregelt. So darf der Einsatz des Spielers innerhalb von fünf Sekunden höchstens 20 Cent und der Gewinn in dieser Zeit maximal zwei Euro betragen.

Der maximale Verlust ist pro Stunde auf 60 Euro begrenzt und nach Abzug der Einsätze darf der Gewinn pro Stunde nicht mehr als 400 Euro betragen. Der durchschnittliche Verlust ist pro Stunde ist wiederum auf 20 Euro begrenzt.

Diese Obergrenzen müssen von dem Automaten erfasst und durch eine Kontrolleinheit gewährleistet werden. Die jeweiligen Parameter der Automaten werden durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (kurz PTB), im Rahmen einer Zulassung, geprüft.

Zudem dürfen Spielautomaten nur für einen Zeitraum von vier Jahren betrieben werden, wobei nach zwei Jahren eine Überprüfung durch eine von der PTB zugelassene Stelle erforderlich ist. Bei dieser Stelle handelt es sich aktuell um einen Sachverständigen des TÜV Rheinland.